Quereinstieg in die Pflege – Tipps für den Berufswechsel

Quereinstieg in die Pflege – Tipps für den Berufswechsel

28. April 2022

Quereinstieg in die Pflege – Tipps für den Berufswechsel

Ein beruflicher Neuanfang bringt Frische in das Leben und neue Motivation. Die Gründe für den Wunsch nach Veränderung können vielfältig sein: Mal ist der derzeitige Beruf zur tristen Routine geworden, mal wollen die jahrelangen Träume nun endlich umgesetzt werden. Ein Quereinstieg in die Pflege eröffnet Dir neue Möglichkeiten in einem sicheren und angesehenen Job, in dem Du Menschen helfen und die Welt im Kleinen verbessern kannst.

Welche Vorteile hat ein Quereinstieg in die Pflege?

Ein Quereinstieg in die Pflege bringt Veränderung in Dein Leben. Hier unterstützt Du Menschen und widmest Dich ihrem wertvollsten Hab und Gut – ihrer Gesundheit. Gleichzeitig wirst Du in einem Berufsfeld tätig, in dem die Nachfrage nach Arbeitnehmern groß ist. Der Pflegeberuf bietet Dir Sicherheit für die Zukunft und zahlreiche Möglichkeiten für die Weiterbildung. Er stellt Dich ständig vor neue Herausforderungen und fördert selbstständiges Arbeiten - Eintönigkeit ist hier ein Fremdwort.

Wie kannst Du als Quereinsteiger Pflegefachfrau oder Pflegefachmann werden?

Als Quereinsteiger in der Pflege machst Du eine Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann. Voraussetzung dafür ist ein mittlerer Schulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss. Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du auch mit einem Hauptschulabschluss die Ausbildung antreten. Dafür benötigst Du einen der folgenden Nachweise:

- Erlaubnis zur Tätigkeit als Krankenpflegehelferin oder Krankenpflegehelfer

- Erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung (mindestens zwei Jahre)

- Erfolgreiche abgeschlossene landesrechtlich geregelte Assistenz oder Helferausbildung (mindestens ein Jahr)

Die Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann dauert drei Jahre. In den ersten zwei Jahren wirst Du in der Akut- und Langzeitpflege, der pädiatrischen Versorgung (Kinderkrankenpflege) oder im Krankenhaus ausgebildet. Dabei lernst Du zum Beispiel, wie Pflegeprozesse geplant, durchgeführt und gesteuert werden oder wie Du den Pflege- und Betreuungsbedarf feststellst. Im letzten Jahr der Ausbildung vertiefst Du Deine Kenntnisse in dem von Dir ausgewählten Berufsfeld.

Welche persönlichen Fähigkeiten benötigst Du für einen Quereinstieg in die Pflege?

Da Du Dich als Pflegekraft um das Wohl Deiner Mitmenschen kümmerst, solltest Du für den Quereinstieg in die Pflege insbesondere Empathie und Feingefühl mitbringen. Ein einfühlsamer Umgang mit Menschen und eine gewisse Teamfähigkeit helfen Dir dabei, Deinen neuen Job tagtäglich mit Freude auszuüben und auch in stressigen Zeiten motiviert zu bleiben.

Wir haben mit Laura (46) gesprochen, die sich für den Weg als Quereinsteigerin in die Pflege entschieden hat. Seit einem Jahr ist sie als Pflegefachfrau tätig.

Hallo Laura! Danke, dass Du Dir die Zeit für unser Gespräch nimmst.

Was hast Du vor Deinem Quereinstieg in die Pflege gemacht?

Ich habe nach meinem Schulabschluss eine Ausbildung zur Bankkauffrau gemacht. Dass der Beruf nie eine Leidenschaft von mir war, war mir von Anfang an bewusst. Mir war aber eine gewisse Sicherheit wichtig, weshalb ich mich letztlich dafür entschieden habe. Ich war zwar nicht komplett unzufrieden mit meiner Wahl, aber so richtig glücklich war ich nie. Als meine Kinder dann irgendwann Teenager waren, habe ich mir ein Herz gefasst und mich dazu entschlossen, einen neuen Weg einzuschlagen.

Warum hast Du Dich dann gerade für den Beruf als Pflegefachfrau entschieden?

Ich hatte schon immer ein großes Herz und kann gut und einfühlsam auf Menschen eingehen. Ich hatte das Gefühl, dass diese Qualitäten als Bankkauffrau einfach zu kurz kamen. Außerdem macht es mich glücklich, anderen zu helfen. Ich habe schon seit Jahren von Bekannten mitbekommen, dass Pflegeeinrichtungen händeringend nach Personal suchen. Deshalb dachte ich mir, dass ich eigentlich wie geschaffen für einen Quereinstieg in die Pflege bin.

Ist der Alltag als Pflegefachfrau denn so, wie Du ihn Dir vorgestellt hast?

Ich muss zugeben, dass ich den Stress etwas unterschätzt habe. Es gibt immer viel zutun, weshalb ich abends oft ziemlich müde bin. Trotzdem würde ich den Job für kein Geld der Welt wieder hergeben. Ich habe endlich das Gefühl, etwas zu verändern und meine Zeit für das einzusetzen, was wirklich zählt.

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