Was macht eigentlich ein medizinisch-technischer Assistent?

Was macht eigentlich ein medizinisch-technischer Assistent?

5. Mai 2022

Was macht eigentlich ein medizinisch-technischer Assistent?

Ein medizinisch-technischer Assistent ist heute aus den meisten Arztpraxen und Kliniken nicht mehr hinwegzudenken. Überall dort, wo medizinische Tests an Patienten durchgeführt werden, kommt diese Berufsgruppe ins Spiel. Sie unterstützen Ärzte, indem sie medizinische Geräte bedienen, die Testergebnisse festhalten und auswerten. Dies erleichtert es dem Arzt später, eine Diagnose zu stellen.

Medizinisch-technischer Assistent – wie sieht die Ausbildung aus?

Für die Ausbildung zum medizinisch-technischen Assistenten benötigst Du mindestens einen Realschulabschluss. Dann wirst Du drei Jahre lang an einer Berufsfachschule ausgebildet und erlangst theoretisches und praktisches Wissen. Auf Deinem Stundenplan stehen zum Beispiel die folgenden Bereiche:

- Anatomie

- Physiologie

- Hygiene

- Allgemeine Krankheitslehre

- Arzneimittellehre

- Pathophysiologie

- Physik

- Psychologie

- Soziologie

- Pädagogik

- Gerätekunde

- etc.

Dein erlerntes Wissen festigst Du in Praktika, die Du im Krankenhaus oder im Labor absolvierst. Die Ausbildung zum medizinisch-technischen Assistenten beendest Du mit einer Abschlussprüfung, die aus schriftlichen, mündlichen und praktischen Teilen besteht.

Wie sieht der Berufsalltag als medizinisch-technischer Assistent aus?

Als medizinisch-technischer Assistent testest Du zum Beispiel den Gleichgewichtssinn von Patienten oder ihre Lungenfunktion, kontrollierst Hörgeräte und Herzschrittmacher. Auch Körperflüssigkeiten untersuchst Du im Labor. Deine Erkenntnisse hältst Du schriftlich fest, damit sich der Arzt später damit einen Überblick verschaffen kann.

Daneben übernimmst Du oft auch administrative Tätigkeiten wie zum Beispiel die Anmeldung von Patienten oder das Ausstellen von Rezepten.

Wie viel verdient ein medizinisch-technischer Assistent?

Das durchschnittliche Gehalt des technisch-medizinischen Assistenten liegt bei ca. 2.900 Euro brutto im Monat. Als Berufseinsteiger kannst Du mit ungefähr 2.000 Euro rechnen.

Bewerbung als medizinisch-technischer Assistent

Die Berufschancen für medizinisch-technische Assistenten sehen derzeit geradezu rosig aus. Du kannst Dir fast schon frei aussuchen, für welche Einrichtung Du tätig werden möchtest, da auf dem Arbeitsmarkt seit Jahren ein Fachkräftemangel herrscht. Qualifiziertes medizinisches Personal wird dringend gesucht.

Ideale Kandidaten für den Job als medizinisch-technischer Assistent verfügen nicht nur über ein gewisses Einfühlungsvermögen, sondern sind auch teamfähig und stressresistent. Dies erleichtert es Dir, auch an Tagen mit einer hohen Taktung ruhig zu bleiben und den Patienten ein gutes Gefühl zu vermitteln.

 

Wir haben mit Alex (26) gesprochen. Alex ist medizinisch-technischer Assistent in einer Arztpraxis.

Hallo Alex! Danke, dass Du Dir die Zeit für unser Gespräch nimmst. Möchtest Du uns ein wenig über Deinen Arbeitsalltag als medizinisch-technischer Assistent erzählen?

Ich bin einen großen Teil des Tages damit beschäftigt, Untersuchungen und Analysen durchzuführen. Daneben lege ich auch Akten für neue Patienten an und trage ihre Daten ein. Manchmal übernehme ich tatsächlich auch Behandlungen. Hierfür werde ich dann aber vorher genau eingewiesen und das ist in unserer Praxis auch eher die Ausnahme.

Was magst Du an Deinem Job als medizinisch-technischer Assistent?

Ich finde es schön, dass ich nah am Patienten arbeite. Das Bedienen der Maschinen und das Festhalten der Ergebnisse wird irgendwann zur Routine. Daneben unterhält man sich aber mit Patienten und erfährt viel aus ihrem Leben. Ich habe das Gefühl, dass sich die Menschen in Arztpraxen eher ihrem Gegenüber anvertrauen. Die Gespräche sind deshalb oft tiefgründiger und bewegender als das, was Fremde einem sonst erzählen.

Und bist Du mit Deinem Gehalt als medizinisch-technischer Assistent zufrieden?

Ich denke, für einen Pflegeberuf ist mein Gehalt in Ordnung. Klar, dass wir uns alle mehr wünschen würden - das ist aber vermutlich in jedem Job so. Freunde von mir, die in anderen Pflegeberufen arbeiten, verdienen deutlich weniger. Daran merkt man den Personalmangel unter medizinisch-technischen Assistenten dann doch.

Danke Alex!

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